Betriebsanweisung Furfural [98-01-1] Universität Würzburg

UW - C 418
05/98

T

Furfural [98-01-1]

C5H4O2; Furfurol, 2-Furylmethanal, Furaldehyd, Furfuraldehyd. Fablose bis rötlich braune, nach Bittermandel riechende Flüssigkeit. Wenig wasserlöslich und schwerer als Wasser.

Gefahren für Mensch und Umwelt

Giftig beim Einatmen und Verschlucken. Hautresorption möglich.
Reitz die Augen und Haut. Wirkt stark tränenreizend. Kann zu Lungenödem und Nervenschäden wie Krämpfe, Zittern und Lähmungen führen.
Zu vermeidende St offe sind starke Oxidationsmittel und Alkalihydroxide. Empfindlich gegen Reibung und Licht.

LD50 (oral, Ratte): 65 mg/kg.

Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln

Schutzhandschuhe als kurzzeitiger Spritzschutz.

Verhalten im Gefahrfall (Unfalltelefon: 112)

Mit flüssigkeitsbindendem Material z. B. Rench Rapid aufnehmen, der Entsorgung zuführen.
Kohlendioxid, Wassernebel, Schaum, Pulver.

Erste Hilfe

Nach Hautkontakt: Sofort mit viel Wasser abwaschen.
Nach Augenkontakt: Mit reichlich Wasser und geöffnetem Lidspalt mindestens 10 Minuten ausspülen. Augenarzt hinzuziehen.
Nach Einatmen: Frischluft.
Nach Verschlucken: Viel Wasser trinken lassen, möglichst mit Aktivkohlezusatz. Erbrechen auslösen. Sofort Arzt hinzuziehen.
Nach Kleidungskontakt: Kontaminierte Kleidung sofort entfernen.
Ersthelfer: siehe gesonderten Anschlag

Sachgerechte Entsorgung

Als halogenfreie, organische Lösemittelabfälle.



Fertiggestellt am: 05.05.98 (Janiak)

Umwandlung ins HTML-Format: 01.09.2003 (Stadler)


Bei Problemen, Anfragen oder Kommentaren schicken Sie bitte eine Nachricht an
michael.tuerk@rzsan.uni-wuerzburg.de
oder stadler@chemie.uni-wuerzburg.de